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LANDLOCKED – DAS MEER RUFT UND DER BERG STEHT EINFACH NUR DA

Landlocked, von Land umgeben, weit weg vom Meer. Das Leben ist hart, aber die Berge sind härter. Hier erfahrt ihr wie es sein kann, nach zwei Jahren Surf plötzlich im “Trockenen” zu stehen.

Landlocked & Dry docked – Oceanlove from up above! Wenn man den Berg vor lauter Bergen nicht sieht…

Unser Planet hat nur 48 Länder, die von Land umschlossen sind und somit keinen direkten Zugang zum Meer haben. Das machen gerade einmal 11,8 Prozent der gesamten Welt aus. Unwahrscheinlich also, als Surfer in einem Land ohne Strand zu stranden. Nein, vielmehr unmöglich. Gäbe es da nicht noch den Weg über die Wolken… Gelandet bin ich  – nach zwei Jahren am Meer – in Innsbruck, Österreich, wo einem das „Land” schon aus der Luft entgegen ragt. Berge, soweit das Auge reicht und rund um die ganze Stadt herum. Es gibt viele Gründe, in die Stadt zu ziehen aber nicht wirklich einen einzigen Guten, wenn du dein Herz ans Meer vergeben hast. Wie unangebracht überhaupt unseren Planeten „Erde“ zu nennen, wenn er doch zum größeren Teil aus Wasser besteht – dachte ich immer. Gar nicht mal mehr so wahnwitzig, wenn tatsächlich weit und breit kein Wasser mehr in Sicht ist. Süßwasser-Bäche, Seen, Schmelzwasser und Pfützen zählen natürlich nicht zur salzigen Leidenschaft!

„If you´re passionate about something you´ll make it happen“ 

Den Spruch hat einer von den ganz optimistischen Philosophen rausgehauen! Ich gehöre eher zu den Realisten und realisiere hier von Tag zu Tag mehr, dass es am Achensee ebenso wenig wie am Baggersee, auch noch nach dem größten Sturm keine glassy Sunset Session geben wird. Auch nicht, wenn ich mit noch so viel Leidenschaft meinen 2200-Watt Babyliss-Fön drauf halte. Es bleibt Flat, 365 Tage im Jahr! Und der Wave-Check zum Meer klappt auch vom höchsten Berg in Österreich nicht – trust me, I tried! Was andere als Berg-Panorama bezeichnen, ist für mich im Moment nicht´s als ein riesiger Haufen Erde. Ja Erde, denn die Schneeverhältnisse lassen zu Wünschen übrig. Also, wie war das nochmal mit der „Passion“? Offenbar muss ich hier ein wenig über den Tellerrand hinausschauen um eine Lösung zu finden.

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