Ich, allein in Portugal // Solo Surftrip

Alleine reisen als Frau ist sicher nicht für jedermann. Man ist als Frau und somit als Spezies des (physisch) schwächeren Geschlechts in vielen Situationen weit aus verletzlicher als Männer. Speziell in Ländern anderer Kulturen, vielleicht auch speziell auf einem Surftrip. Ich persönlich schätze das. Vielmehr sehe ich in der ‚Schwäche‘ eine Stärke. Nämlich die, die Dinge die uns physisch gesehen zu schaffen machen mit Kopf und Menschenkenntnis zu lösen. Sicherlich wäre manches mit purer Muskelkraft einfacher, aber ist nun mal nicht.

Ich reise nicht alleine, um mich selbst zu finden, vielmehr um ich selbst sein zu können und neue Leute zu treffen. Meine Leidenschaft für´s Surfen und mein unersättlicher Wissenshunger für fremde Kulturen spielten dabei immer schon eine große Rolle. Jeder kennt das, der eine bekommt keinen Urlaub, der andere hat eine(n) sesshafte(n) Freundin/Freund, mehr Lust auf Cluburlaub oder – wie es in meinem Fall zumeist war – teilt die Leidenschaft des Surfens nicht jeder. Ich habe mich lange Jahre nach den Interessen von Freunden gerichtet, bis ich das „Ruder“ selbst in die Hand nahm. Partyurlaube, Backpacking Trips und Städtereisen. Klar, versteht es – gerade unter deutschem, zumeist nicht surfendem Umfeld – eher selten jemand, wenn man einen kleinen Fischerort inmitten nirgendwo mit einem pumping lefthander, der Strandbar des 5-Sterne Resorts in Thailand vorzieht. Für mich ist das traditionelle Fischerdörfchen ohne eine Menschenseele dafür aber mit pumping left das reinste Paradies.

Und genau deshalb bin ich mal wieder alleine losgezogen…

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